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Familien-Schnäppchen: Dacia Lodgy

Dacia Lodgy: Glückliche Gesichter vor allem bei Sparfüchsen

Dacia Lodgy: Glückliche Gesichter vor allem bei Sparfüchsen

Die neue Cleverness. So ungefähr lässt sich der Imagewandel der früher eher naserümpfend beäugten Modelle des Billig-Herstellers Dacia beschreiben. Die Rumänen versuchen seit einigen Monaten mit ihrer neuen Strategie nicht etwa das Mittelmaß zu verlassen, sondern ein anderes Bild davon aufzubauen. Scheinbar mit Erfolg.

Nicht für Aufsehen sorgen

Das äußere Erscheinungsbild des Lodgys ist dagegen nach wie vor als eher nüchtern zu beurteilen, auch wenn eine kleine Weiterentwicklung zur Limousine Logan durchaus erkennbar ist. Dennoch: Unauffälligkeit statt unnötiges Aufsehen erregen, ist eine der Trumpfkarten des Dacias, besonders gut zu sehen, wenn man sich verschieden Inserate für Kleinbusse zum Vergleich anschaut. Jedoch: „unauffällig“ bedeutet nicht „schlecht“. Eine recht spartanisch anmutende Ausstattung des Innenraums dürfte für viele Interessenten kein Hindernis darstellen, erwartet man aufgrund des Schleuderpreises doch sowieso keine Edel-Materialien. Was man selbst als Dacia-Fahrer allerdings durchaus hätte erwarten können, wären bessere Sitze gewesen. Zu wenig Variationsmöglichkeiten und eine deutlich zu kurze Beinauflage sorgen nicht gerade für einangenehme Reisen. Diese jedoch setzen viele Autofahrer bei Vans voraus – schade. Einen gegenteiligen, also positiven, Eindruck hinterlässt das Platzangebot im Innenraum. Die ersten beiden Sitzreihen bietet nach oben und zu den Seiten ordentlichen Bewegungsfreiraum, selbst in der (als Special zu bestellenden) dritten Sitzreihe findet man einigermaßen bequem Platz, allerdings nicht für längere Autoreisen.

Der Spaß kommt nicht bei der Fahrt, aber beim Kauf

Beim Thema Fahrspaß müssen wieder einige Abstriche gemacht werden. Der Ausdruck „Rumpelkiste“ ist für den Dacia Lodgy gar nicht mal so unangebracht, wenn auch überspitzt. Die harte Federung ist für Sparfüchse zwar in Ordnung, hat aber nichts mit Kompakt-Vans etwas teurerer Hersteller zu tun. Die Motorleistung dagegen ist durchaus in Ordnung, auch wenn sich das Getriebe und der Verbrauch als eher durchschnittlich präsentieren.

Wo der Dacia also in Bereichen der Ausstattung und Fahrspaß gegenüber der Konkurrent chancenlos ist, so lässt er diese aber beim Preis weit hinter sich. 12.500 Euro für ein durchschnittlich ausgestattetes Modell sind ein echter Preisbrecher, zudem erhält man eine dreijährige Garantie, die man bei übrigen Van-Anbietern vergeblich sucht. Clever!

Bilderrechte: © Norman Pogson – Fotolia.com

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